Climate Engineering – Solar Radiation Management

Wir laden euch herzlich zum vierten Vortrag im Wintersemester 2020/2021 ein!

Montag, 18. Januar 2021 von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr
als Online-Vortrag
(https://reasoning-stuttgart.de/vortrag-21-01-18)

Wir freuen uns dazu Prof. Dr. Konrad Ott begrüßen zu dürfen. Gemeinsam werden wir an diesem Abend ethische Aspekte des Climate Engineerings betrachten. Unser Gast ist seit 2014 Professor für Philosophie und Ethik der Umwelt an der Universität Kiel. 

Nach seiner Promotion bei Jürgen Habermas hatte Prof. Ott verschiedene Forschungs- und Lehraufträge an den Universitäten Zürich und Frankfurt inne und forschte und lehrte er 15 Jahre ebenfalls zur Umweltethik an der Universität Greifswald. Sein Forschungsgebiet umfasst Umweltethik, Gerechtigkeitstheorien, Nachhaltigkeit, ethische Aspekte des Klimawandels und normative Grundlagen der Umweltpolitik. 

Climate Engineering ganz allgemein beschreibt einen technischen Ansatz um das Klimasystem so zu beeinflussen, dass eine Treibhausgasreduktion vorgenommen wird um somit dem Klimawandel zu begegnen. 

Im Portfolio der Maßnahmen, den Klimawandel und dessen Folgen zu begrenzen, werden seit etlichen Jahren auch diverse Technologien des sog. „Climate Engineering“ (CE) erforscht und kritisch diskutiert. Grob untergliedert man CE-Technologien in „Carbon Dioxide Removal“ (CDR) und „Solar Radiation Management“ (SRM). Der Vortrag legt einen Schwerpunkt auf SRM-Optionen und untersucht wesentliche Argumente, die für und gegen SRM vorgebracht wurden. Einige aus Naturschutzsicht interessante CDR-Optionen werden ebenfalls vorgestellt. Der Vortrag plädiert für eine differenzierte Betrachtungsweise von CE.

Wie üblich sind die ersten 45 Minuten der Veranstaltung dem Vortrag des Referenten gewidmet, die anschließenden 45 Minuten dürfen sich alle an der Diskussion des Themas beteiligen. Wir sind gespannt!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Sieben Energiewendemärchen?

Wir laden euch herzlich zum dritten Vortrag im Wintersemester 2020/2021 ein!

Montag, 14. Dezember 2020 von 17:30 bis 19:00 Uhr
als Online-Vortrag
(https://reasoning-stuttgart.de/vortrag-20-12-14/)

Prof. Dr. André Thess leitet seit 2014 als Direktor das DLR-Institut für Technische Thermodynamik und lehrt als Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart. Gastprofessuren führten ihn an die Stanford University; Nagoya University, Northeastern University Shenyang und Dalian University of Technology. Thess ist Hobbykoch und vermittelt den Studenten der Universität Stuttgart in seiner Vorlesung „Kulinarische Thermodynamik“ schmackhafte Einsichten in das Kochen, Backen, Braten und Schnapsbrennen.

Sieben Energiewendemärchen?: Viele Menschen in Deutschland sind unzufrieden mit dem Stil öffentlicher Debatten zu Energiepolitik und Klimawandel. Denn zahlreiche Wortführer vermengen Dichtung mit Wahrheit, Gedanken mit Gefühlen und pflegen den Gestus moralischer Überlegenheit. In seinem kürzlich veröffentlichten Buch nimmt André Thess sieben kontroverse Energiewendethemen unserer Zeit unter die Lupe.

Im Vortrag wird er darüber sprechen was ihn motiviert hat das Buch zu schreiben und im Anschluss auf Kapitel 4 „Der einfältige Klimaforscher“ eingehen, in dem er sich mit der Vermengung von politischem und wissenschaftlichem Diskurs und der damit einhergehenden aufgeheizten Disskussionsatmosphäre auseinandersetzt.

Wie üblich sind die ersten 45 Minuten der Veranstaltung dem Vortrag des Referenten gewidmet, die anschließenden 45 Minuten dürfen sich alle an der Diskussion des Themas beteiligen. Wir sind gespannt!

Die Teilnahme steht nicht nur allen Studierenden und Mitarbeiter*innen an der Uni Stuttgart, sondern auch allen anderen Interessierten offen.

Männliche Beziehung zu Technik – Am Beispiel des autonomen Fahrens

Montag, 7. Dezember 2020 von 17:30 bis 18:30 Uhr
als Online-Vortrag
(https://unistuttgart.webex.com/unistuttgart/j.php?MTID=mca4be036f16d414ae78d7f30ae4d52df)

Wir freuen uns sehr unseren nächsten Gastvortrag ankündigen zu können und begrüßen dazu nächste Woche Dr. phil Dipl.-Ing Göde Both von der Humboldt-Universität Berlin (https://goede-both.info/). Als Informatiker, Geschlechterforscher und Sozialwissenschaftler beschäftigt er sich seit über 10 Jahren mit der Schnittstelle aus Genderforschung und den MINT-Fächern. Während des Vortrages und der anschließenden Diskussion werden wir dies anhand des autonomen Fahrens genauer beleuchten.

Wer sich bereits vorher einen Einblick in seinen Forschungsschwerpunkt verschaffen möchte, findet unter diesem Link weitere Informationen.

Die Teilnahme steht nicht nur allen Studierenden und Mitarbeiter*innen an der Uni Stuttgart, sondern auch allen anderen Interessierten offen.

Ethik des Computerspiels

Wir laden euch herzlich zu unserem ersten Vortrag im Wintersemester 2020/2021 ein!

Dienstag, 20. Oktober 2020 von 19:00 bis 20:30 Uhr
als Online-Vortrag
(https://reasoning-stuttgart.de/vortrag-20-10-20)

Herr Dr. Sebastian Ostritsch arbeitet am Institut für Philosophie an der Universität Stuttgart und promovierte zum Thema „Hegels Rechtsphilosophie als Metaethik“. Im März 2020 erschien sein Buch „Hegel: Der Weltphilosoph“. Zu seinen Fachgebieten zählt unter anderem die Ethik (und Philosophie) der Computerspiele.

Ethik des Computerspiels: Lange Zeit wurden Computerspiele entweder als jugendliche Zeitverschwendung (Stichwort „daddeln“) trivialisiert oder aber im Zuge medialer und politischer Ratlosigkeit angesichts jugendlicher Gewaltexzesse zum Sündenbock auserkoren und als „Killerspiele“ verteufelt. Nicht selten haben Spieler angesichts solcher Vorwürfe selbst Zuflucht in der Trivialisierung ihres Hobbies gesucht und den Standpunkt vertreten, dass es sich bei Computerspielen um „bloße Spiele“ handelt, die mit dem Ernst der Realität nichts zu tun hätten.

Ohne dass diese Perspektiven auf das Computerspiel ganz der Vergangenheit angehören würden, so werden Games doch zunehmend als ernstzunehmendes Kulturgut behandelt, wovon etwa Spiele-Rezensionen in Zeit und FAZ zeugen. Wenn aber Computerspiele tatsächlich ernstzunehmende Kulturgüter sein können, dann ergeben sich für sie dieselben ethischen Fragen, die wir auch in Bezug auf Literatur, Malerei und Film stellen können: z. B. ob ein bestimmtes Werk eine ethisch relevante Position zum Ausdruck bringt, ob es dem Rezipienten eine bestimmte Weltsicht, bestimmte Normen und Werte nahelegt, und ob es dafür moralisch zu loben oder zu verurteilen ist.

Wenn Computerspiele solcherart moralisch geladene Objekte sind, oder zumindest sein können, dann stellt sich wie von selbst auch die Frage, inwieweit ihre Nutzer (Spieler) und Urheber (Entwickler) in einer ethischen Verantwortung stehen. Genau um diese Frage nach der ethischen Verantwortung von Spielern und Entwicklern soll es in diesem Vortrag gehen.

Wie immer sind die ersten 45 Minuten der Veranstaltung dem Vortrag des Referenten gewidmet, die anschließenden 45 Minuten dürfen sich alle an der Diskussion des Themas beteiligen. Wir sind gespannt!

Die Teilnahme steht nicht nur allen Studierenden und Mitarbeiter*innen an der Uni Stuttgart, sondern auch allen anderen Interessierten offen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der landesübergreifenden Erstsemesterakademie zum Thema Nachhaltigkeit statt.

Hürden auf dem Weg zu skalierbarer Deliberation

Schwierigkeiten und Herausforderungen technischer Diskursmittel

Wir laden euch herzlich zu unserem nächsten Vortrag ein!

Dienstag, den 09. Juni 2020 von 17:30 bis 19:00 Uhr
als online-Vortrag via WebEx

Michael Matheis hat Informatik und Philosophie in Stuttgart studiert und war mit an der Entstehung von reason[Ing.] beteiligt. Zudem ist und war er als freischaffender Software-Entwickler sowie als Unternehmensgründer tätig. Zu seinen besonderen Interessengebieten gehören neben der Mensch-Computer-Interaktion und Informations-Visualisierung auch der gesellschaftliche Einfluss von Informations-Technologie und deren Potential zur Förderung zwischenmenschlicher Verständigung, insbesondere durch kollaborative Diskussionswerkzeuge.

Hürden auf dem Weg zu skalierbarer Deliberation
Die Erfahrung scheinbar endloser, unübersichtlicher und ungeordneter Diskussionen haben vermutlich die allermeisten schon einmal gemacht. „Lassen sich dafür denn keine Hilfsmittel entwickeln, die eben jene Diskussionen deutlich erleichtern?“ mag sich manch technikaffine Person sicherlich auch schon gefragt haben. Dass wir bis heute keine solche Hilfsmittel kennen, deutet vielleicht schon darauf hin, wie groß die Herausforderung ist.

Tatsächlich ist die Frage wie sich Diskussionen mit einer größeren Anzahl von Teilnehmern strukturieren und geordnet führen lassen um zu einer gemeinsamen Willens- und Entscheidungsbildung zu gelangen, also die Frage nach skalierbarer Deliberation, wohl eines der grundlegendsten Probleme menschlicher Zivilisation. Trotz der Wichtigkeit und mittlerweile durchaus ausgereifter Informations-Technologie, scheinen spezialisierte technische Diskurshilfsmittel bislang jedoch kaum eine Rolle zu spielen. Auch wenn es klarerweise keine rein technische Lösung für das Problem geben kann, wird die Einflussmöglichkeit technischer Hilfsmittel möglicherweise unterschätzt.

Der Vortrag geht der Frage nach warum es so schwierig ist wirksame Diskurshilfsmittel zu entwickeln und woran bestehende Ansätze scheitern, wird gleichzeitig aber auch die gesellschaftliche Bedeutung und das enorme Potential möglicher Lösungen beleuchten.

Wie immer sind die ersten 45 Minuten der Veranstaltung dem Vortrag des Referenten gewidmet, die anschließenden 45 Minuten dürfen sich alle an der Diskussion des Themas beteiligen. Wir sind gespannt!

Wir sind freuen uns auf eine spannende Diskussion!
Die Teilnahme steht allen Studierenden, Dozierenden, oder am Thema Interessierten offen.

Update: Die Aufzeichnung des Vortrags ist nun online verfügbar unter:
https://www.youtube.com/watch?v=fzc6BsHEYuc